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Adolph Kolping:

Geboren am 08. Dezember 1813 in Kerpen in der Nähe von Koln wuchs als Sohn des Lohnschäfers Peter Kolping mit seinen vier Geschwistern und seiner Mutter Anna Maria in bescheidenen Verhältnissen auf.

Nach Besuch der Volkshochschule von 1820 - 26 begann er im Alter von 12 Jahren, auf Wunsch seiner Eltern, das Schuhmacherhandwerk zu erlernen. Nach Abschluss der Ausbildung und Erlangung des Gesellenbriefes arbeitete er in verschieden Manufrakturen und landete schließlich in einer führenden Werkstatt in Köln. Dort bekam er das Angebot in den Betrieb einzuheiraten, lehnte dieses aber ab.

Während seiner Zeit als Schuhmachergeselle bekam er am eigenen Leibe die äußerst widrigen Lebensumstände des Gesellenlebens zu spüren. Wegen Krankheit unfähig zu arbeiten, begann er nach einer zweijährigen Pause mit dem Abitur. Dieses erlangte er auch schon nach dreieinhalb Jahren, da er schon vor Besuch der Schule begann Latein zu lernen.

Mit dem erhalt des "Zeugnis der Reife" war ihm die Möglichkeit gegeben an Universitäten zu studieren und wählte den Bereich der Theologie. Ohne wirtschaftliche Not zu studieren gelang ihm durch die Gönnerhaftigkeit von Marialen (Maria Helena) Meller, die Tochter des Gutsbesitzer, dessen Schafe sein Vater hütete. Durch die Sorge um einen ihr nahestehenden Menschen gab sie das Gelübdte ab einen Theologiestudenten zu unterstützen. Doch Sie war nicht alleine; Adolph Kolping erfuhr durch viele andere Wohltäter Unterstützung.

Am 13. April 1845 wurde er in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht und danach zunächst in Elberfeld als Kaplan und Religionslehrer eingesetzt. Dort erfuhr wieder die gleichen sozialen Schicksale, wie schon zuvor in seiner Gesellenzeit.